Was bei einem PKV Versicherungsvergleich wichtig ist

Ich bin selber in die private Krankenversicherung gewechselt und genieße die Vorteilsbehandlung, wenn es darum geht bei Fachärzten einen schnellen Termin zu erhalten. Grund hier mal wieder einen Beitrag zur PKV zu schreiben.

Wer sich für die private Krankenversicherung entscheidet, möchte ohne Zweifel von den positiven Aspekten dieses Systems profitieren. Zu nennen sind hier besonders die freie Leistungswahl und die einkommensunabhängige Beitragsberechnung. Doch kein Vertragsabschluss ohne einen private Krankenversicherung Vergleich der Tarife und Leistungen ! Im Rahmen eines Versicherungsvergleichs der PKV sind zwei Gesichtspunkte relevant. Das ist zum einen ganz allgemein der Anbieter, also das private Versicherungsunternehmen, und zum anderen im der private Krankenvollversicherungstarif. Worauf ist bei einem Versicherungsvergleich der PKV zu achten? Wie wichtig sind die Gesundheitsfragen und ist ein Wechsel problemlos möglich?

Das Leistungsspektrum der Tarife vergleichen

Für den Interessenten sind bei einem Versicherungsvergleich der PKV sicherlich vor allem zwei Dinge von zentraler Bedeutung: der Krankenvollversicherungstarif mit seinem Leistungsumfang sowie die monatlichen Versicherungsprämien. Das Leistungsspektrum kann innerhalb der PKV Tarife sehr variieren. So gibt es auf dem Markt Tarife, die Leistungen ähnlich der gesetzlichen Krankenversicherung vorsehen (Standardtarif, Basistarif), aber ebenso Tarife mit weitem Leistungssortiment, hohen Erstattungen und erstklassigem Krankenservice.

Bei einem Versicherungsvergleich der PKV ist folglich vorab zu klären, welche Art Versicherungsschutz gewünscht ist. Gibt es bestimmte Ansprüche und Wünsche in den einzelnen Sektoren, beispielsweise bei der Erstattung im Zahnersatzbereich, bei der Heilpraktiker Abrechnung oder bei einem Aufenthalt im Krankenhaus? Ist dies definiert, können die unterschiedlichen Krankenvollversicherungstarife der privaten Krankenkassen anhand ihrer Leistungsfähigkeit definiert und gefiltert werden. Mehr Informationen zu den privaten Krankenkassen kann man hier erhalten.

Auch die langfristige Beitragsentwicklung spielt eine Rolle

Der zweite, bedeutsame Punkt ist die Versicherungsprämie des Krankenvolltarifs. Dabei ist nicht nur die aktuelle Preiserhebung von Interesse, sondern auch die früheren Prämien des Tarifs, genauer die entsprechende Beitragsentwicklung. In diesem Zusammenhang ist ein Tarif, der schon länger auf dem Versicherungsmarkt offeriert wird, günstig. Ein Bestandstarif, der in der Vergangenheit erfolgreich vertrieben wurde und von stabilen Beiträgen gekennzeichnet ist, kann hier positiv bewertet werden. Über den gewählten Leistungsumfang und die Festlegung von Selbstbehalten kann die Prämie beeinflusst werden. Häufig kann man aber auch innerhalb einer Privaten Krankenkasse den Tarif wechseln. So ist seit 2016 der PKV Tarifwechsel verbraucherfreundlicher geworden, wie man hier nachlesen kann.

Nicht nur das zeitliche Bestehen des Tarifs ist ein Auswahlkriterium beim Versicherungsvergleich der PKV, auch die Historie des Anbieters, seine Versichertenzahlen, die Finanzkraft usw. sind interessante Faktoren. Mit einem ansprechenden Service in Form von kostenlosen Hotlines, guter Erreichbarkeit, einem ausgeprägten Netz an Geschäftsstellen, persönlichem Berater usw. kann ein Anbieter und damit der Krankenvollversicherungstarif ebenfalls überzeugen.

Ein wichtiger Kernpunkt sind überdies die Gesundheitsfragen der Versicherer. Zu beachten ist die korrekte und vollständige Beantwortung der Gesundheitsfragen, auch wenn etwaig bestehende Erkrankungen Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse verursachen können. Die Ablehnung des Antrages ist denkbar, allerdings ist der Basistarif von diesen Möglichkeiten ausgeschlossen. Falsche Angaben im Gesundheitsbogen der Gesellschaft können nachträglich zu Leistungsausschlüssen, Zuschlägen, Vertragsaufhebung bzw. Vertragskündigung führen.

Die Angaben zur Gesundheit vor dem Abschluß

Interessant ist, welche Zeiträume bei den Vorerkrankungen und Vorbehandlungen abgefragt werden. Die Angaben der PKV Anbieter sind hier sehr unterschiedlich und liegen je nach Bereich (stationäre Behandlung, Zahnbehandlung, Medikamente, Erkrankungen etc.) zwischen 12 Monaten und 10 Jahren, sogar unbegrenzte Zeiträume finden sich. Selbst wenn lange, detaillierte Fragebögen zeitaufwendig erscheinen, sind eben diese gezielten, abgegrenzten Fragen vorzuziehen. Versicherer und Interessent können damit sicherstellen, dass Beschwerden, Erkrankungen bzw. Ereignisse nicht übersehen bzw. vergessen werden, was zu späteren Diskussionen führen könnte. Hilfreich ist hier eventuell die Krankenakte des Hausarztes.

Fazit: Die Versicherungsleistungen und die Prämie sind bei einem Versicherungsvergleich der PKV primäre Entscheidungshilfen. Berücksichtigt werden sollten aber auch das Alter des Tarifs und seine bisherige preisliche Entwicklung sowie die Ausgestaltung des Versicherungsantrages einschließlich der Gesundheitsfragen. Wer genau prüfen möchte, kann den Anbieter selbst unter die Lupe nehmen.

Zentrale Daten wie Gründungsjahr, Versichertenzahlen, Filialen und Zahlen aus dem Finanzwesen können interessant sein sowie unabhängige Kundenmeinungen, Serviceauszeichnungen o.Ä. Bei einem Wechsel des Versicherers ist zu prüfen, inwieweit die angesparten Altersrückstellungen zum neuen Anbieter und in den neuen Tarif mitgenommen werden können. Sinnvoll kann es sein beim Versicherer zu verbleiben und nur den Tarif zu wechseln.

Die allgemeinen Versicherungsbedingungen

Ich kenne eigentlich niemanden, der sich die allgemeinen Versicherungsbedingungen durchliest, wenn er einen Versicherungsvertrag unterschreibt. Dabei sind diese Bedingungen doch sehr wichtig und man sollte darüber Bescheid wissen. Ich habe mich gefragt, ob denn diese Bedingungen bei den jeweiligen Versicherungen gleich sind und etwas recherchiert.

Versicherungsbedingungen stellen für Versicherungsverträge eine Grundlage dar. Rechtwirksam werden Versicherungsbedingungen durch die Vereinbarung zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer, dass sie Bestandteil des Versicherungsvertrages werden.

Hierfür muss ein Hinweis auf dem Versicherungsschein vorhanden sein und die Versicherungsbedingungen müssen dem Versicherungsnehmer ausgehändigt werden. In den Versicherungsbedingungen werden die Rechte und Pflichten des Versicherers und des Versicherungsnehmers aufgezeigt. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um gesetzliche Vorschriften, sondern nur um Vertragsbedingungen. In jedem Fall sollten die Versicherungsbedingungen vor Vertragsabschluss geprüft und verglichen werden, da hierdurch auch Leistungsunterschiede ersichtlich werden.

Versicherungsbedingungen enthalten den Beginn des Versicherungsschutzes, den Umfang der Versicherung, den Eintritt des Versicherungsfalles, Art und Umfang der Ersatzleistung, Gründe für Ablehnung von Leistungen.

Es können auch Zusatzbedingungen vereinbart werden

Es besteht für die Versicherungsgesellschaften auch die Möglichkeit, Zusatzbedingungen (z. B. Erweiterung des Versicherungsschutzes), besondere Versicherungsbedingungen (z. B. Risikobeschreibungen) oder Klauseln (z. B. „Gegenstände von besonderem Wert“) mit in die Versicherungsbedingungen aufzunehmen. Dagegen gehören Individualvereinbarungen (handschriftliche oder wilde Klausel) nicht zu den Versicherungsbedingungen.

Ein wichtiger Grund für die Kenntnis der Versicherungsbedingungen ist, dass die einfache oder sogar eine leichte Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers ausreichend wäre, dass die Versicherungsgesellschaft eine Leistung ablehnt.

Seit Mitte 1994 besteht aufgrund der EU-Richtlinie keine Genehmigungspflicht mehr durch das Bundesaufsichtsamt. Verstöße gegen das Versicherungsvertragsgesetz werden jedoch noch beaufsichtigt.